Datenschutz Trick


Seit der öffendlichen Nutzbarkeit des Internets ist der Geist aus der Flasche und geht nicht mehr rein. Oder vielleicht doch? Ist Euch schon mal Euer Vogel, oder sonst ein in Einzelhaft befindliches Tier entkommen und wollte nicht mehr freiwillig zurück? Was macht man da? MAN LOCKT DAS VIEH! Man lockt mit Zurufen, Futter und so weiter …

So lieber Mitbürger/Vogel mit Dir kann man das nicht machen, richtig? DU lässt Dir den Mund nicht mehr verbieten und achtest auf Deine Privatsphäre, richtig? Auch die Idee, Sicherheit gegen Freiheit zu tauschen, funktioniert zwar leidlich aber nicht mehr so gut, wie es vor dem Internet war? Aber was wäre, wenn man mal wieder schlauer war als DU? Vielleicht war Sicherheit ja gar nicht der Köder um Dich wieder einzufangen, sondern die angebliche Sorge um Deine Privatsphäre? Hm, mal sehen:

Ab 18 Mai 2018 wird das neue Datenschutz Gesetz umgesetzt

Facebook, Google, Amazon … U.S.W.  müssen dann gute Rechtabteilungen haben, um diese Gesetze erfolgreich umzusetzen:

Garantieren der Datensicherheit
Bei  jeder Nutzung, einer Äusserung, bei jedem Zitat um Erlaubnis fragen
Bei jedem Zitat dem Zitierten eine Löschfunktion bieten

und vieles mehr
Toll! Wirst Du sagen,wo ist der Haken? Geschieht denen doch recht!
Der Haken ist, (ich zitiere nochmal: „Facebook, Google, Amazon … U.S.W. …“)
WER ist U.S.W. ?
DAS Bist nämlich DU!
Das Gestz unterscheidet nämlich nicht zwischen Institutionen und Privatleuten oder Journalisten oder Bloggern.

…und jetzt rate mal wer KEINE RECHTSABTEILUNG hat?
Dieses Gesetz macht Retweeten, Kommentieren, Sharen und freie Meinungsäusserung zu sehr rechtsunsicheren Beschäftigungen.

und noch eine Kleinigkeit: Ratet mal, wer sich NICHT and dieses Gesetz halten muss …

EYES OPEN !!!

 

 

 

Netzsperre: Es bewegt sich was


Das Gesetz für die „Zugangserschwerung“ (der neue Ausdruck, nachdem man bei der Netzgesellschaft mit dem Wort „Sperren“ für Belustigung gesorgt hatte) ist zwar in Kraft, darf aber mit einer Lauffrist von einem Jahr bis zur eindeutigen Klärung der Rechtslage nicht angewendet werden. Auf der einen Seite kann man sich jetzt wieder am Kopf kratzen und sich Fragen, seit wann Gesetze in Kraft treten können, bevor geklärt ist, ob diese rechtens sind, oder nicht, auf der anderen Seite ist dieser Aufschub aber schon ganz erfreulich, da die Lobby hinter dem Gesetzentwurf schon längst kalte Füße bekommen hat und somit die Chancen groß sind, dass das ganze Gesetz nach Ablauf der Frist kippt. Gleichzeitig wurde ein Kontrollorgan eingerichtet, dass die Verfolgung und Löschung illegaler Inhalte kontrolliert und vorantreibt.

Geht doch 🙂

verboten dumm oder gefährlich schlau …


… oder wieder mal einfach nur  hoffnungslos kriminell?
Egal wie die Schublade heißt, in die man als technisch nicht so ganz hilfloser Mensch  gepackt wird, bei unserem digital völlig überforderten Regierungsapparat gehören wir erstens zu Klasse der Unbequemen und zweitens, zu der Minderheit dieser Bevölkerung. Was anderes kann man aus solch einer Aussage ja wohl nicht deuten:

Kurzum: Deutsche sind entweder blöd oder kriminell!

… und was sollte eine Minderheit machen, damit nicht irgendwann alle auf Ihr rumhacken?
RICHTIG! Sie sollte eine Mehrheit werden!

Also liebe Leute es geht hier nicht mehr um Technik, es geht um Eure Freiheit und wenn Euch an Eurer Freiheit was liegt, dann ist BILDUNG angesagt. (das war schon immer so)

Fangen wir also mit der Zensurnummer an. Hier ist der Stoff:

http://www.ccc.de/censorship/dns-howto/

.. und wenn Ihr, so wie ich, auch keinen Bock habt auf irgendwelchen zwielichtigen Warez Seiten nach abgewrackten DNS Servern zu suchen, die sowieso ständig abkacken, gibt es da auch noch solide Alternativen:

http://www.opendns.com/

allzeit gute Reise!
Euer Hirnwellenreiter

Deutschland führt Internet-Sperrliste ein


Das Netzsperren-Abkommen von fünf deutschen Großprovidern mit der deutschen Bundesregierung am vorletzten Freitag in Berlin hat zur Folge, das sämtlicher Internetverkehr kontrolliert wird und auf  „böswillige Elemente“ wie z.B. Kinderpornografie oder rechtswidrige Propaganda geprüft wird. Was vom BKA als solches erkannt wird, wird gesperrt, Aufrufversuche werden gespeichert. Die Bürgerrechtsorganisation FoeBuD hate deshalb einen eigenen DNS-Server eingerichtet, mit dem Kunden besagter Provider die Sperrmechanismen umgehen können. Der Server sei unter der Adresse 85.214.73.63 erreichbar, so die Organisation, die auch die deutschen Big Brother Awards vergibt.

Zitat:
(dpa/fut
urezone)
„Unter heftigen Protesten vonBürgerrechtlern hat die deutsche Bundesregierung
Internet-Provider zur Unterzeichnung von Verträgen gedrängt, mit denen sich diese auf die
Übernahme einer geheimen Sperrliste von Domains verpflichten, die vom
BKA gewartet wird. Die Liste soll Domains enthalten, auf denen
mutmaßlich kinderpornografische Inhalte zu sehen gewesen sein sollen.

Der Zugriff auf Kinderpornografie im Internet soll in Deutschland
durch Einrichtung eines Sperrsystems erschwert werden. Spätestens in
sechs Monaten werden Internet-Nutzer, die solche Seiten anklicken, ein
rotes Stoppschild oder eine vergleichbare Warnung sehen.

Fünf große Internet-Anbieter, namentlich die Deutsche Telekom, Vodafone
Arcor, Alice Hansenet, Telefonica und Kabel Deutschland,
unterzeichneten am Freitag in Berlin auf Initiative von
Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) eine entsprechende
Vereinbarung mit dem Bundeskriminalamt (BKA). In spätestens sechs
Monaten soll das System einsatzbereit sein.

Geheime Liste
Das BKA erstellt eine tagesaktuelle Liste von
Kinderpornoseiten im Netz und übermittelt sie an die Internet-Provider.
Diese Liste ist geheim, ihre Weitergabe ist verboten. Die teilnehmenden
Provider blockieren auf dieser Grundlage den Zugang zu den Websites.

Wenn ein Nutzer versucht, eine gesperrte Seite aufzurufen, erscheint eine
standardisierte Stopp-Seite. Das wird über einen Eingriff am DNS
erreicht, dem System, das zwischen Adressen wie „www.website.de“ und
den „Hausnummern“ von Computern im Internet übersetzt. Wer eine Adresse
anwählt, die auf der Liste steht, wird nicht zu dem angewählten Rechner
weitergeleitet, sondern zu besagtem „Stoppschild“.

In einem im Februar veröffentlichten Gutachten hält der wissenschaftliche Dienst
des deutschen Bundestages die DNS-Sperren für sinnlos. Sie seien
wirtschaftlich schädlich und demokratiepolitisch hochproblematisch.

Streit über Ausmaß des Problems
Im Rahmen einer umfangreichen Recherche hat die deutsche Fachzeitschrift „c’t“
nachgewiesen, dass sowohl von der Leyen als auch das BKA in ihrer
Argumentation mit falschen oder gezielt übertriebenen Zahlen zum Umfang
des Kinderpornoproblems operieren. So wurde die Anzahl der Verfahren im
Rahmen der Anti-Kinderporno-Operation „Himmel“ aus dem Jahr 2008 mit
12.000 Verdächtigen als Argument für die Einrichtung der Sperrliste
benutzt.

Die „c’t“ recherchierte nach, dass beispielsweise die
Staatsanwaltschaft Köln alle diesbezüglichen Verfahren eingestellt und
die Staatsanwaltschaft Berlin bereits 400 von 500 „Himmel“-Fällen
mangels Verdachtsmomenten ad acta gelegt hat. In der Statistik tauchen
diese Fälle freilich weiterhin auf.

Ein weiteres Problem besteht in der Wartung der Sperrliste durch das BKA.
Laut Gesetzesentwurf der Bundesregierung muss das BKA zwar Beweise dafür vorhalten,
dass eine gesperrte Domain irgendwann inkriminierte Inhalte beherbergt hat,
allerdings müssen die Beamten nicht zeitnah einen Richter konsultieren,
bevor sie eine Domain auf die Sperrliste setzen.

Der CCC zu den Internet-SperrenProblem
Der Chaos Computer Club (CCC) hält die geplante Sperrung von
Kinderpornografieseiten im Internet für nutzlos. „Solche
Filtermaßnahmen lassen sich leichtest umgehen“, sagte der Experte
Matthias Mehldau am Freitag dem Audiodienst der dpa. Zudem würden sich
diejenigen, die damit am Zugang gehindert werden sollten, neue Konzepte
und Mechanismen überlegen. „Hier wird ein großes Katz-und-Maus-Spiel
aufgemacht“, sagte Mehldau.

Sinnvoller als – wie geplant –
Stoppschilder an Kreuzungen im Internet aufzustellen sei es, bei den
Internet-Anbietern anzusetzen, wo die Inhalte liegen. Dort müssten die
Angebote offline geschaltet werden, forderte Mehldau. Auf seiner
Website schreibt der CCC, die Provider würden von der Regierung
„knallhart erpresst“, um „an einem offenen Verstoß gegen das
Grundgesetz“ mitzuwirken.

Österreich wartet ab
Zu befürchten ist auch, dass die geheime zentrale Filterliste
Begehrlichkeiten der Medienindustrie weckt. In Schweden, wo ein
vergleichbarer Mechanismus existiert, hatte die Polizei im April 2007
bereits versucht, diesen zur Sperrung der ungeliebten
BitTorrent-Trackersite The Pirate Bay zu missbrauchen. Die „c’t“
zitierte bereits den deutschen Musikindustrie-Vertreter Dieter Gorny,
der die Einführung der Sperrliste ausdrücklich begrüßte.

DESHALB
Der FoeBuD will auch eine ausführliche Anleitung zum Umgehen der Sperre auf seiner Website publizieren. Die Organisation ist sich mit dem Chaos Computer Club, dem Verein der Missbrauchsopfer gegen Internet-Sperren und anderen Gruppen darin einig, dass die Einführung der geheimen Internet-Filterliste „populistische symbolische Politik“ sei, weil das eigentliche Problem des Kindesmissbrauchs damit nicht angegangen, sondern „aus dem Blickfeld der Bevölkerung wegzensiert“ werde.

„Die Existenz einer nicht-öffentlichen Zensurliste ist unvereinbar mit dem Gebot der Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit“, so FoeBuD-Sprecherin Rena Tangens, die auch davor warnt, dass die Sperrliste zu weitergehenden Zensurzwecken verwendet werden könnte.“