WikiLeaks und der Wandel der Informationskultur


Es ist schwer als Normalbürger wirklich brauchbare Informationen zu sammeln, um sich ein Bild über WikiLeaks zu machen, oder um sich gar eine Meinung zum Thema, des dort sichtbaren  Wandels in der Informationskultur zu  bilden. Quellen gibt es zuhauf, jedoch die Informationen, die der geneigte Medienkonsument dort geboten bekommt, bieten zumeist entweder Hetzjagt, Vertuschung und Einschüchterung oder auf der anderen Seite, blinde Euphorie und die Parolen unreifer Aktivisten. Sowohl etwa die Wunschbehauptung „Wikileaks wird jetzt übererall abgeschaltet“ auf der Gegnerseite (da traeumt Ihr von! SIEHE HIER), als auch die Ikonifizierung von Julian Assange auf der Sympatisantenseite, sind alles andere als hilfreich zur allgemeinen Meinungsbildung.  Diskussionen, die es schaffen, sich von Gefühlswallungen frei zu machen und die versuchen, die Entwicklung nüchtern und Objektiv zu betrachten, sind da eher selten. Deshalb hier mal eine nicht ganz so sensationelle Sendung, als mein Videotip zum Thema:

auf 3Sat extra:

Freies Netz oder Datenterror?

Meine Meinung: WikiLeaks ist nichts, was man als Fachmann nicht  unweigerlich hat kommen gesehen und ich begrüße diese Entwicklung sehr. Auch wenn die Frage, ob wir eine Entwicklung toll finden, oder nicht, eigentlich Zeitverschwendung ist, wenn sie erst einmal da ist und nicht mehr zu verhindern ist (und meiner Meinung  nach, auch nie zu Verhindern war). Nicht von der Hand zu weisen ist trotzdem, dass diese neue Form der Informationskultur noch reift und auch noch reifen muß.  Wir (wir ALLE!) haben eben ein paar neue, sehr sehr  maechtige Tools in den Fingern (nicht nur Wikileaks, sondern das Internet als Ganzes)  und müssen noch lernen, damit umzugehen. Bis vor kurzem hat die Welt noch nicht einmal bemerkt, dass sie diese Tools (Internet) in den Fingern hat, oder zumindest nicht verstanden, wie maechtig diese jeden einzelnen Buerger machen. Dass der nun folgende Reifeprozess aktuell und auch noch in langer Zukunft mit verdammt vielen blauen Flecken verbunden sein wird, und zwar für ALLE Beteiligten (für Dich und mich, für die Welt, das Volk und nebenbei auch für Wikileaks), ist normal und wenn man uns Menschen kennt, zu erwarten. Ach ja – und was aus Demjenigen wird, der eine Veraenderung ins Rollen gebracht hat (Stellvertretend zum Beispiel der Herr Assange), wird für die Entwicklung, die dann folgt,  nicht wirklich von Belang sein. Das war schon immer so.

Wie wenig die Welt allerdings immer noch verstanden hat, zeigt die Tatsache, dass Meldungen über WikiLeaks, von den Medien, großteils immer noch in der Rubrik „Technik“ veroeffendlicht werden, anstatt in der Rubrik „Gesellschaft“.

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Ein Gedanke zu „WikiLeaks und der Wandel der Informationskultur

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