Spiegel Artikel Internet


In dem aktuellen Leitartikel des Spiegel werden die Bemühungen erörtert, das Internet von unliebsamen Wildwuchs zu säubern. Es wird dargestellt, welche Machenschaften stattfinden, wenn sich Leute im Verborgenen unterhalten und wärend der Kommunikation Daten austauschen. Auf den ersten Blick könnte man fast auf das Szenario reinfallen. Doch betrachten wir das Ganze doch mal auf die echte Welt übertragen:

Leider werden wir immer noch nicht Herr der Gespräche, die die Menschen führen, wenn sie sich ungestört in ihren Wohnungen treffen. Dort können sie ungestört schlimme Bilder austauschen und Verbrechen planen. Es müsste eine Kontrollinstanz geben, die diese Gespräche abhört und diese den Bewohnenern eindeutig zuordnet. Dann könnte man sie auch vor den Gefahren von Betrügern schützen, mit denen sie sich in ihrer Wohnung treffen, um Geschäfte abzuschließen und um Ihre Daten herrauszugeben. Viele Menschen fallen zum Beispiel auf heimtückische Betrüger und Hausierer rein. Um die Bevölkerung zu schützen, müsste es eine Möglichkeit geben, die Vorgänge in allen Wohnungen zu überwachen und zu kontrollieren, wer dort ein und wer dort aus geht.

Fällt der Groschen? Im Internet geht überhaupt nichts anderes vor sich, als das, was auch in der wirklichen Gesellschaft vor sich geht. Freiheit birgt Rechte, aber nun einmal auch Gefahren. Im wirklichen Leben möchten wir frei sein und akzeptieren dafür, dass wir lernen müssen, mit den damit verbundenen Gefahren umzugehen. Dies ist im Internet nicht anders. Deshalb sollte statt Kontrolle und Zensur eher Aufklärung stattfinden, damit die Bevölkerung als freies Mitglied der Gesellschaft lernt, Gut von Böse zu unterscheiden. Doch die Regierungen dieser Welt fahren zweigleisig. Wärend sie im echten Leben Freiheit predigen (und manchmal, aber auch nicht immer leben), versuchen sie die Probleme im Internet eher auf die totalitäre Weise anzugehen. Solch ein Verhalten ist immer ein Zeichen dafür, wie machtlos sich ein Staatsorgan fühlt. Es ist ein Zeichen von gesellschaftspolitischer Unreife.  Ich kann dieses Gefühl sogar nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann ich jedoch, dass jeder Politiker, auch wenn er keinen Schimmer von der Materie hat, sich anmaßt, dazu etwas zu sagen. Kaum einer kommt auf die Idee, sich von denen beraten zu lassen, die sich diesem Medium nicht so ausgeliefert fühlen. Die, die riesige Communitys ausschließlich durch Ihre Kommunikationsweise zu nie dagewesenem Sozialverhalten bewegen können, weil sie gelernt haben, dass freie Menschen am besten über ihr Gemeinschaftgefühl zu positivem Verhalten zu bewegen sind. DAS sind die Leute, die helfen können und nicht die, die ein Telefon nicht von einer Kaffemaschine unterscheiden können und deren Sozialverhalten dem eines Platzhirsches zur Brunftzeit zu gleichen scheint.

Advertisements

WADAYA THINK !??

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s